Einen großen Teil davon will Bürgermeisterkandidat Marc Binnewies gezielt für eine
kommunale Investitionsoffensive nutzen. Wichtig ist ihm, dass die zusätzlichen Mittel
bewusst für neue Zukunftsprojekte eingesetzt werden und nicht lediglich bereits geplante
Investitionen ersetzen.
Binnewies setzt sich dafür ein, zu prüfen, ob und unter welchen rechtlichen Voraussetzungen
ein Teil der Mittel für den Bau moderner, preisgebundener Wohnanlagen mit bezahlbaren
Mikroapartments eingesetzt werden kann – insbesondere für Auszubildende, Schülerinnen
und Schüler, Studierende, Praktikantinnen und Praktikanten sowie junge Berufstätige.
„Wer Fachkräfte gewinnen und junge Menschen für Nordhorn begeistern will, muss ihnen
auch bezahlbaren Wohnraum anbieten können“, erklärt Marc Binnewies. „Mit den
zusätzlichen Mitteln aus dem Sondervermögen haben wir die Chance, einen wichtigen
finanziellen Spielraum für eine Zukunftsinvestition zu schaffen: in unsere Stadt, in unsere
Ausbildungsbetriebe und vor allem in die Menschen, die Nordhorn künftig mitgestalten
werden.“
Geplant sind kompakte, vollständig ausgestattete Wohneinheiten mit Gemeinschaftsbereichen, guter Verkehrsanbindung und möglichst kurzen Wegen zu
Ausbildungsbetrieben, Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Die Wohnanlagen sollen in
enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Wohnungswirtschaft und
sozialen Trägern entwickelt werden. Ziel ist ein Gesamtkonzept für Ausbildung, Wohnen,
Mobilität und Integration. Die Mikroapartments sollen zu sozial verträglichen, möglichst
günstigen Mietpreisen angeboten werden und dauerhaft preisgebunden beziehungsweise für
die vorgesehenen Zielgruppen gesichert werden.
Ziel des Vorhabens ist es, mehrere Herausforderungen gleichzeitig anzugehen:
mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen schaffen, Ausbildungsplätze attraktiver
machen und Ausbildungsabbrüche verhindern, den Fachkräftemangel in Nordhorn und der
Region reduzieren, die Zahl erfolgreicher Ausbildungsabschlüsse erhöhen, und junge
Menschen langfristig an Nordhorn binden.
„Viele Betriebe haben Ausbildungsplätze, finden aber keine geeigneten Bewerberinnen und
Bewerber – oder verlieren sie, weil eine bezahlbare Unterkunft fehlt“, so Marc Binnewies
weiter. „Wir müssen diese strukturelle Lücke schließen. Wohnraum ist ein entscheidender
Standortfaktor. Wer jungen Menschen eine Perspektive gibt, stärkt auch unsere
Unternehmen, unsere Schulen und das gesamte Stadtleben.“
„Die Investition darf kein isoliertes Bauprojekt sein. Wir brauchen ein Gesamtkonzept für
Ausbildung, Wohnen, Mobilität und Integration. Deshalb möchte ich prüfen lassen, wie ein
Teil des Investitionsbudgets für eine solche kommunale Wohn- und Ausbildungsinfrastruktur
eingesetzt werden kann und welche rechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Wenn dies möglich ist, könnte Nordhorn mit den zusätzlichen Mitteln aus dem
Sondervermögen einen wichtigen Schritt für die Zukunft machen und gezielt in die
Fachkräfte von morgen investieren“, so Marc Binnewies.