An anderer Stelle habe ich auf den deutlich erschwerten Zugang zu Wohneigentum und auf die gleichfalls steigenden Mieten hingewiesen. Auch die gestiegenen Lebenshaltungskosten üben einen starken Druck – gerade auf Familien – aus. In der Regel müssen beide Elternteile sich beruflich engagieren, damit Wohnen bezahlbar ist und der Lebensstandard aufrechterhalten werden kann. Die Situation für Alleinerziehende ist nochmals erheblich anspruchsvoller.
Viele sind in unserer Stadt auf die Betreuungsleistungen für ihre Kinder angewiesen. Auch in diesem Segment sind wir im Vergleich zu Großstädten gut aufgestellt. Als Familienvater mit drei Kindern und einem Bekanntenkreis mit vielen ähnlichen Erfahrungswerten sehe ich gleichwohl den Bedarf, die Kinderbetreuung zu verstärken und Familien weiter zu entlasten.
Es wird in den nächsten Jahren aufgrund der demografischen und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels zunehmend Schwierigkeiten bekommen, die entsprechenden Kapazitäten für ein gutes Betreuungsangebot zur Verfügung zu stellen.
Mit Blick auf den zeitlichen Vorlauf sollten bereits jetzt zukunftsfähige Konzepte entwickelt werden. Ganztagsbetreuung, mehr Plätze für unter Dreijährige, flexiblere Betreuungszeiten: all diese Bedarfe ermöglichen den Eltern mehr Spielräume. Dafür werden neben den Infrastrukturen insbesondere bei den Erziehern und Erzieherinnen entsprechende „Investitionen“ erforderlich sein.